Der Kelch 21 – 2. Änderung

[Absatz ans Ende des Kapitels angefügt.]

Um einen Körper zu finden, der sich richtig anfühlte, musste sie sich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Sie musste sich erinnern.

Und sie hatte auch schon eine Idee, wo sie ansetzten könnte. Hannelore. Sie musste mit Saschas Großmutter sprechen, der Mutter von Saschas Vater. Nach dem Unfall hatte sie Julika im Krankenhaus besucht, aber anschließend hatte sie sich so seltsam distanziert verhalten. Auch auf Saschas Beerdigung war sie Julika ausgewichen. Vor allem aber war Hannelore die einzige gewesen, an die sie verschwommene Erinnerungen hatte. Die dunkle Schrankwand in ihrer Wohnung, der Frankfurter Kranz, den sie immer selbst gebacken hatte, Dame spielen mit Hannelore. Vielleicht hatte sie ein besonderes Verhältnis zu ihr gehabt. In all dem Trubel war das allerdings nebensächlich gewesen. Jetzt fiel es Julika wieder ein. Sie hatte das Gefühl, dass Hannelore ihr irgendwie weiterhelfen konnte. Zum Glück erinnerte sie sich sogar, wo Hannelore in Hamburg wohnte. Das war also ihr erstes Ziel. Irgendwo musste sie ja anfangen.

Verfasse einen Kommentar